Nimmt man die gängige 48V 20Ah-Spezifikation als Beispiel, kosten Lithiumbatterien (hauptsächlich Lithiumeisenphosphat) etwa zwei- bis viermal mehr als Blei-Säure-Batterien. Berücksichtigt man nur den Anschaffungspreis, scheinen Blei-Säure-Batterien überlegen zu sein.
Berücksichtigt man jedoch die Lebensdauer, ändert sich die Schlussfolgerung.
Blei-Säure-Batterien müssen im Allgemeinen alle ein bis zwei Jahre ausgetauscht werden. Bei häufigem Gebrauch kommt es innerhalb von sechs Monaten zu einer merklichen Verschlechterung, so dass innerhalb von fünf Jahren etwa dreimal ein Austausch erforderlich ist.
Lithium-Batterien hingegen können fünf bis acht Jahre oder sogar länger halten, wobei Lithium-Eisenphosphat-Batterien eine Zyklenlebensdauer von 1500 bis 3000 Zyklen aufweisen, sodass ein Austausch nach fünf Jahren praktisch nicht mehr erforderlich ist.
Während Blei-Säure-Batterien angesichts des Zeitaufwands, der Versandkosten und der Unannehmlichkeiten des wiederholten Austauschs günstiger erscheinen, bieten Lithium-Batterien insgesamt einen besseren Gesamtwert.
Darüber hinaus kommt es bei Blei-Säure-Batterien in der zweiten Hälfte ihrer Lebensdauer zu einer Reichweitenreduzierung von über 30 %, während bei Lithium-Batterien innerhalb von fünf Jahren eine Reduzierung von weniger als 10 % zu verzeichnen ist.